Bild eines geöffneten Backofens mit Speisen

Nach der Feier ist vor dem Putzen.

Was für ein schönes Familienfest war das wieder! Die Stimmung war super, das Essen hat allen geschmeckt. Doch die gute Laune verpufft sehr schnell, sobald man das Innere des Backofens sieht.

Eingebrannte Fettspritzer, heruntergetropfter und verbrannter Käse – alles andere als schön und vor allem nicht mal eben zu entfernen. Wie schön wäre es, wenn sich der Backofen nun ganz einfach alleine reinigen würde und man selbst die Füße hochlegen könnte. Gute Nachrichten: Dieser Wunsch ist Wirklichkeit geworden. Und nicht nur das, denn Sie haben mittlerweile sogar die Wahl, welche Art der Selbstreinigung es sein soll. Aufgemerkt und losgelesen – in diesem Blogbeitrag bringen wir Sie auf den neuesten Stand in Sachen „Backofen-Selbstreinigung“.

geteiltes Bild eines Backofens, Reinigung vorher/nachher
1. Pyrolyse

Bei dem Namen „Pyrolyse“ macht es bei vielen schon „Klick“, allerdings ist die genaue Funktion häufig noch unklar. Das ändern wir nun. Bei dieser Reinigungsform werden nämlich selbst die hartnäckigsten Verschmutzungen durch eine Temperatur von 500 Grad verbrannt und somit schlussendlich pulverisiert. Die Reste können einfach mit einem Tuch entfernt werden.

Safety first: Während des Vorgangs verriegelt sich der Backofen und lässt sich erst dann wieder öffnen, wenn der Garraum entsprechend abgekühlt ist. Die Pyrolyse ist somit nicht nur außerordentlich effektiv, sondern auch sicher.

Bild eines Backofens nach der PYROLYSE
Bild eines gereinigten Backofens
Wie sieht es mit dem Energieverbrauch aus?

Je nach Hersteller und Gerät variiert der Verbrauch in kWh, aber man kann ungefähr von einem Betrag in Höhe von 1,20 – 2,80 € je Reinigungsgang ausgehen. Setzt man dies einmal in Relation mit dem alternativen Kauf von speziellen Reinigern (Hallo, „hochpreisiger Bereich“), Schwämmen, Tüchern und der ganzen Lebenszeit, die man beim Schrubben verbringt, käme unter dem Strich eindeutig ein sehr viel höherer Betrag heraus. (Ganz zu schweigen von den schönen Momenten, die man verpasst, während man sich im Innenraum des Backofens befindet.)

 

Wie häufig nutzt man diese Funktion?

Das hängt ganz vom individuellen Nutzungsverhalten ab. Wie häufig wird der Backofen genutzt und wie stark ist der Grad der dadurch entstandenen Verschmutzungen? Durchschnittlich wird diese Funktion aber 3 – 5 mal im Jahr verwendet.

TIPP: Vor der Nutzung der Pyrolyse sollten zum Beispiel Teleskopauszüge entfernt werden, falls diese nicht ebenfalls pyrolysegeeignet sind. Sie würden sich unter der starken Hitze ansonsten verziehen und das wäre schade.

Bild eines geöffneten Backofens mit herausgezogenen Teleskopauszügen
2. Katalyse

Hier entfettet sich der Ofen im Grunde bereits beim Garen selbst. Klingt spannend, aber wie genau tut er das?

Bei Backöfen mit einer Katalyse-Funktion verfügen die Innenwände über eine spezielle Oberfläche. Diese fühlt sich sehr viel rauer als gewohnt an, was dazu dient, Fette aufzunehmen, um diese schlussendlich durch Oxidation (bei einer Temperatur von 200 Grad) zu zerstören.

Anschließend muss der Innenraum mit einem Schwamm und entfettendem Spülmittel gereinigt werden. Hierbei sollte unbedingt auf aggressive Reiniger und Scheuermittel etc. verzichtet werden, da diese die Oberfläche beschädigen und somit die Lebensdauer der Innenwände verkürzen können.

 

Fazit: Die Reinigung ist weniger effektiv als bei der Pyrolyse, da die Verschmutzungen nicht pulverisiert werden. Außerdem muss der Ofen manuell nachgereinigt werden, und die katalytischen Innenwände haben eine begrenzte Lebensdauer. Es wird allerdings weniger Strom verbraucht.

 

3. Hydrolyse

Unter der Hydrolyse können wir uns im Grunde die sanfteste Methode vorstellen, da der Reinigungsablauf auf dem Prinzip eines Dampfbades basiert.
Bei Backöfen mit einer Hydrolyse-Funktion gibt man Wasser und eine geringe Menge milden Reinigungsmittels auf den Boden des Ofens. Während des Vorgangs verdampft das Gemisch und weicht die Verschmutzungen so auf.
Die Schmutzrückstände können am Ende des Vorgangs mit einem weichen Tuch oder Schwamm entfernt werden.

 

Fazit: Die Hydrolyse benötigt wenig Energie und ist am umweltfreundlichsten. Dazu dauert sie nur ungefähr 30 Minuten. Allerdings sollte diese Reinigung nach jedem Backvorgang durchgeführt werden, um direkt alle entstandenen Verschmutzungen zu entfernen und Ihren Backofen sauber zu halten.

Bild von zwei Backöfen, einer davon geöffnet
Sind Sie bereit für die optimale Funktion?

Wir bieten Ihnen nicht nur eine erstklassige Beratung, sondern finden heraus, welche Reinigungsform perfekt zu Ihnen passt.

Denn mit der richtigen Reinigungsfunktion verschwenden Sie keine Zeit mehr mit mühsamem Schrubben des Backofens und können sich stattdessen den wirklich schönen Momenten des Lebens widmen.

 

Bildquelle: Siemens, Miele, Neff, V-Zug, Adobe Stock