Bild von verschiedenen Kräutern

Von B wie Basilikum bis T wie Thymian. – Wir zeigen, wie es wächst.

Lieben Sie frische Kräuter zum Kochen? Schwelgen Sie gerne in Aromen und schwören Sie auf frische Zutaten? Dann wird es höchste Zeit, den eigenen kleinen Kräutergarten anzulegen. Sie werden sehen, es ist gar nicht so schwer, die ein oder andere Pflanze sogar im Topf auf der Fensterbank zu ziehen. Wichtig ist die richtige Erde und der richtige Lichteinfall – und im Zweifel berät Sie dazu auch der Gärtner Ihres Vertrauens. Wir haben hier ein paar Kräuterfakten für Sie zusammengestellt und hoffen, dass wir Ihnen damit Appetit aufs Kräuter-Gärtnern machen. Viel Spaß!

 

Basilikum

Bereits Griechen und Römer nutzen Basilikum sowohl als Gewürz, wie auch als Arznei. Bei uns in Deutschland kennt man den aromatischen Alleskönner mit dem mild-pfeffrigen Geschmack bereits etwa 800 Jahre. Basilikum lässt sich jederzeit in einem Topf heranziehen. Sie wird bis zu 40 Zentimeter hoch und kann ab Juni ins Freie gesetzt werden. Um eine lange Erntezeit zu erreichen und das Blühen der Pflanze zu verhindern, sollten die Hauptblätter, die gesamten Triebspitzen und die nächsten beiden Blattverzweigungen abgezwickt werden.

 

Dill

Dill ist das favorisierte Gewürz der skandinavischen und baltischen Küche, stammt aber ursprünglich aus Zentralasien. Dort wächst es auf feuchten Boden in einer windstillen und sonnigen Umgebung. Wird die Pflanze in einem Topf kultiviert, kann sie ab April direkt draußen ausgesät werden. Dill entfaltet seine leicht bitter-süße Würze besonders kurz vor der Blüte. Nach dem Abzupfen kann es getrocknet, frisch oder tiefgefroren weiterverwendet werden.

 

Estragon

In Südeuropa findet man Estragon wild an sonnigen und feuchten Plätzen mit durchlässigen Boden, während er bei uns landwirtschaftlich angebaut wird. Estragon erreicht eine Wuchshöhe von bis zu 120 cm. Die Blätter und jungen Triebspitzen, in denen der Gehalt an ätherischem Öl am höchsten sind, sollten möglichst frisch verwendet werden, damit sie ihr volles Aroma entfalten können.

 

Koriander

Koriander ist ein sehr altes Gewürz aus Vorderasien und gehört zur Familie der Karotten. Er wächst an geschützten, sonnigen Orten auf kalkhaltigen und lockeren Boden. Die Pflanze ist einjährig und wird im April ausgesät. Während in Europa vor allem der licht- und luftempfindliche Samen, der ab August geerntet wird, verwendet wird, dient in der südamerikanischen und asiatischen Küche vor allem das Kraut als Wützmittel. Aufgrund der Licht- und Luftempfindlichkeit der Koriandersamen, sollten sie erst kurz vor dem Gebrauch zerkleinert werden.

 

Kresse

Als Küchenkraut verwendbar sind Wasser-, Garten-, Brunnen- und Kapuzinerkresse. Mit ihrem pikant,-würzigscharfem Geschmack wird Kresse vor allem für Salate, auf Brot, und in Fisch-, Fleisch-, Quark- und Eiergerichte verwendet und lässt sich sehr leicht auf jeder Fensterbank, im Balkonkasten oder im Freibeet ziehen. Kresse schmeckt am besten frisch geschnitten und nicht erhitzt, da sie sonst bitter wird.

Pfefferminze

Es gibt viele Minz-Sorten, aber die Pfefferminze ist bei uns die bekannteste Vertreterin der Gattung. Sie ging im 17. Jahrhundert aus einer Kreuzung von Grüner Minze und Wasserminze hervor. Sie ist mehrjährig, benötigt nährstoffreichen Boden und bevorzugt den Halbschatten. Man kann sie sowohl im Topf wie auch im Freibeet ziehen, aber Achtung, sie breitet sich sehr schnell aus!. Minzblätter werden Mitte August, kurz vor der Blüte geerntet. Minze kann für Tee oder zur Dekoration von Desserts verwendet werden.

 

Petersilie

Petersilie ist das Lieblingskraut der Deutschen. Die Römer brachten sie aus der östlichen Mittelmeerregion nach Mitteleuropa. Sie kann ab März ausgesät werden und keimt eher langsam im Halbschatten auf nährstoffreichen Boden. Sie sollte im Freiland jährlich an wechselnden Orten neu gesät werden, da sie ein Bodenzehrer ist. Bei uns sind vorrangig drei Sorten bekannt: krause, glatte und Wurzelpetersilie. Glatte Petersilie schmeckt intensiver als Krause. Beide sollten möglichst nicht gekocht werden. Wurzelpetersilie wird meist zu Gemüse, Suppen oder Soßen hinzugegeben.

 

Rosmarin

Rosmarin erinnert optisch an Tannengrün-Zweige und galt bei vielen antiken Völkern als heilig. In den stark würzenden Nadeln stecken ätherische, appetitanregende Öle. Rosmarin wächst wild an Küsten des Mittelmeers und bevorzugt demnach sonnige, windstille Orte mit durchlässigen Boden. Erkann eine Höhe von zwei Metern erreichen und muss aufgrund der Frostempfindlichkeit im Winter geschützt werden. Für die Küche werden die jungen Zweige geerntet und die Blätter von den Stielen gezupft. Beim Grillen und Braten werden die Zweige häufig mitgegart.

 

Schnittlauch

Die mehrjährige Pflanze stammt aus dem Mittelmeerraum, kommt aber auch bei uns wild vor. Sie gehört zu den Zwiebelgewächsen, ist jedoch eine mildere und kleinwüchsige Art. Schnittlauch bevorzugt einen feuchten, kalkhaltigen Boden im Halbschatten. Die stielförmigen Blätter werden vom Wurzelstock abgeschnitten und anschließend frisch weiterverwendet. Die dünnen, leicht scharf schmeckenden Halme und sollten warmen Gerichten erst am Ende des Kochvorgangs hinzugegeben werden.

 

Thymian

Stammt aus Südeuropa und findet sich in der mediterranen Küche zum Beispiel bei der Gewürzmischung „Kräuter der Provence“. In der italienischen Küche gehört es zu den beliebtesten und am häufigsten verwendeten Kräutern.Er wächst als niedriger Strauch und bevorzugt einen nährstoffarmen Boden bei ausreichend Sonne. Die Blätter, die je nach Belieben mit oder ohne Stiel gepflückt werden, weisen einen rauchigen, dezent bitter-scharfen Geschmack auf.

 

Sie sehen, es ist gar nicht so schwer, das ein oder andere Küchenkraut selber anzubauen. Zudem macht es Spaß, die Pflanzen selbst zu züchten und so manche von ihnen verbreitet schon im Topf auf der Küchenfensterbank einen aromatischen Duft, der Lust auf Kochen und Genießen macht.
Probieren Sie es doch einfach mal aus!